Nach meiner Ansicht kann man nicht behaupten etwas
gesehen zu haben, bevor man es fotografiert hat.
Emile Zola
Ende der Sechziger – Anfang der Siebziger:
Mit der AGFA-Box meiner Mutter mache ich die ersten Fotos.
Anfang der Achtziger:
Mit der CERTO (ein kleines Plastikding) meiner Freundin schieße ich
die ersten Dias – das Aha-Erlebnis: Bunt – erkennbar – eindrucksvoll!
Allerdings waren die Einstellmöglichkeiten begrenzt: Sonne, Wölkchen,
Gesicht nah, Ganzmensch fern!
Mühsam Erspartes wird zur ersten PRAKTIKA.
Ich verschlinge alle Fotobücher, die man in der DDR auf und unter dem
Ladentisch bekommen kann.
Im Fotoklub des Heimatmuseum Bleicherode lerne ich die ersten Tricks und Kniffe
im Schwarz-Weiß-Labor. Sperrholz bildet den nur begrenzt haltbaren Rahmen
für ein erstes Vergrößerungsgerät, das ich aus einem
Balgengerät und einem alten Objektiv baue.
Wieviel Arbeit steckt in den ersten Vergrößerungen – und
wieviel Zeit.
Ein guter Ausgleich für die Arbeit im Kaliwerk. In der Betriebszeitung
erscheinen meine ersten Bilder. Stolz bin ich, an einem Wettbewerb im DDR
– „Fotomagazin“ teilnehmen zu können. Welches eines
meiner Bilder abdruckte.
Wendezeit und Folgejahre:
Die Wende macht´s möglich: Die erste NIKON! Der Stellenabbau tut
das Übrige. Ich mach mein Hobby zum Beruf - ich werde Fotograf.
Heute:
Ich bin selbstständiger Fotograf!